Gunter Kühl aus Holle - Fahrer und Hobby-Konstrukteur
Auch Gunter Kühl gehört zu denjenigen von uns, die bereits in den 1950er Jahren im Geländesport aktiv - und auch recht erfolgreich - waren. Eine bestimmte Markenpräferenz, sieht man einmal von der ehemaligen Werks-NSU von Charly Westphal ab, hatte Gunter erst, nachdem er 2003 in den Klassik-Geländesport eingestiegen ist. Abgesehen von einer Laverda sah man ihn fast nur auf diversen wunderschönen Jawas. Als er die 80 überschritten hatte, baute er sich aus einer leichten 90er Drehschieber-Jawa eine GS.

Auf der Triumph Cornett bei der Geländefahrt in Burgsdorf (1957).

Onkel Toms Hütte 1960. Gunter fährt ein selbst konstruiertes Vorgelege am 4- Gang Sachs-Motor, das sogar einen Bericht in der Motorrad-Zeitung wert war.

Klassensieg bei der Sachsenwald- Geländefahrt 1962 auf der ex-Charly - Westphal-Werks-NSU Max.

Hansa-Geländefahrt 1965. Gunter hatte die NSU vorne und hinten auf jeweils zwei Hercules-Federbeine umgerüstet.

Und noch eine Kühl-Konstruktion: bei der Harz-Heide-Fahrt 1968 fuhr Gunter den Max-Motor in einem an die Jawa- Banane angelehnten leichten Rohrrahmen.

Comeback 2003 bei der Klassik-Geländefahrt in Höxter auf einer Jawa Banane.

Erfolgreiche Alte Garde in Zschopau 2006. V.r. Gunter Kühl, Uwe Pionati, Otto Peter, Hans Lippl, Roland Wurm, Hans Theis und Jürgen Zimmermann.

Rund um den Steinsberg in Sinsheim, 2006.

Gunters “Schinkenessen” in Schlüchtern.
Gunter Kühl verstarb 2020 im Alter von 86 Jahren.

Als 80jähriger ließ es Gunter mit seiner 90er Jawa immer noch forsch angehen.
© Leo Keller 2026
