.Als dann der Klassik-Geländesport immer populärer wurde, juckte die Gashand doch wieder und seitdem ist Hiero regelmäßiger Starter - und auch oft ganz oben auf dem Podest zu finden, wenn auch nur höchst selten auf seiner alten 50er Zündapp, sondern auf der Konkurrenz von einst, auf Hercules oder auch auf der früheren Maico von Hans Lippl. Hiero gehörte neben Bruno Bierschenk, Horst Weber und Rolf Klug zur Hercules-Mannschaft die 2010 ihren größten Erfolg errang: den Mannschaftssieg bei der Klassik-Geländefahrt “Rund um die MZ-Stadt Zschopau”€.
Friedrich “Hiero” Hieronymus
Friedrich Hieronymus, “der Hiero”, wie ihn viele nennen, ist einer der erfolgreichsten der “Alten Garde”. Als Spross einer Dachsbacher Motorsport-Familie großgeworden - der Vater war selbst Geländefahrer - machte er schon in jugendlichem Alter die ersten Fahrversuche mit seinem Moped im Gelände. Bald nach seinem Debut 1972 als Ausweisfahrer wurde Zündapp auf ihn aufmerksam und nahm ihn ab 1974 unter Vertrag, wo er zusammen mit Peter Neumann auf einer 50er startete.

Auf KTM 50 Eigenbau bei der “Südwestfälischen” 1973.



Drei Vizemeisterschaften in der Deutschen Meisterschaft (1974/75/77) , einen zweiten Platz in der Europameisterschaft 1975 und fünf Nordbayerische Gaumeisterschaften (1973/74/75/76/77) konnte Hiero erringen. Nach der Sechstagefahrt 1977 (CSSR) hängte er dann aber den Helm schon wieder an den Nagel, um sich mehr seiner Familie (Sohn Stefan war 1976 geboren) zu widmen und sich jetzt voll auf seine berufliche Laufbahn zu konzentrieren.


Von 2010 bis 2022 gehörte Friedrich Hieronymus dem Vorstand der Enduro-Senioren an, zuletzt als Zweiter Vorsitzender. Neben Leo Keller gehört Ehrenmitglied Friedrich Hieronymus zu denjenigen, die Jochen Pauls Vermächtnis bewahren wollen, auch wenn die fast 50jährige Tradition der Enduro-Senioren von vielen jüngeren Mitgliedern belächelt wird. Es ist wie im richtigen Leben - irgendwann werden die “Alten” als störend empfunden, wenn sie auf Fehlentwicklungen hinweisen.
1974 beim DM-Lauf in Neunkirchen.
Six Days 1975 Isle of Man.
Sechstagefahrt 1976 am heutigen Red Bull- Ring in Österreich.
Mannschaftssieg für das Hercules-Team in Zschopau 2010.
“Schwere Badische-Gedächtnisfahrt” in Mauer auf der ehemaligen Hans-Lippl- Maico.

Auch Hiero hatte damals so wie viele auf einer Hercules aus seiner fränkischen Heimat mit dem Geländesport begonnen.

Schon am Ende der Saison 1973 saß Hiero auf einer Werks-Zündapp, damals noch aus Ausweisfahrer. Seine erste Geländefahrt auf Zündapp “Quer durch die Fränkische Schweiz” beendete er als Klassensieger vor einigen namhaften Lizenzfahrern.

< Autogrammkarte.


Das siegreiche Trophy-Team 1976 mit weiteren Zündapp-Werksfahrern und Betreuern.
© Leo Keller 2026
