Volker von Zitzewitz - einer der populärsten Geländesportler der 1950er Jahre



Alpenfahrt 1956.

Die deutsche Trophy-Mannschaft 1959. v.l. Eberhard Graf, Zündapp, Heinz Klingenschmidt, DKW, Betreuer Schorsch Weiss, Lorenz Specht, Zündapp, Richard Hessler, Zündapp, Klaus Kämper und Volker v. Zitzewitz, beide Maico.




Immer für einen Spaß zu haben: das siegreiche Trophy- Team von 1957 bei seinem Treffen in Isny 2005. V.l. Klaus Kämper, Richard Hessler (im gelben Shirt Hans Theis, dessen markanter Schnurrbart später von Volker v. Zitzewitz für einen guten Zweck abgeschnitten wurde), Walter Aukthun, Lorenz Specht und ganz rechts Volker v. Zitzewitz.
Die Alte Garde bei Markus Sontheim in Isny. Da gab es viele spannende Geschichten zu hören. V.l. Werner Konrad, Helmut Clasen, Volker v. Zitzewitz und Mathies Stüdemann.
Volker von Zitzewitz entstammt der gleichen Generation wie Herbert Schek. So wie der Allgäuer sammelte er seine ersten Erfahrungen im Gelände auf umgebauten Straßenmaschinen von Zündapp, NSU und danach einer 175er Maico. Nachdem er 1953 schneller als die Werksfahrer von Maico war, wurden die Schwaben auf den Mann aus dem Hohen Norden aufmerksam. Als 1955 zum ersten mal eine Deutsche Geländemeisterschaft ausgerichtet wurde, hatte Volker v. Zitzewitz bis zum Ende gute Titelchancen, aber ein Ausfall beim Endlauf machte seinen Traum zunichte und der Titel ging an den Hercules-Fahrer Willy Brösamle. Dafür klappte es aber bei seiner ersten Sechstagefahrt im tschechischen Gottwaldov (heute Zlin). Zusammen mit seinen DKW- und Maico-Teamkameraden konnte er zum ersten mal nach dem Krieg die Trophy für Deutschland gewinnen. 1956 klappte es dann auch mit der 250 Kubik-DM. 1957 gelang es dem deutschen Trophy-Team im tschechischen Spindlermühle in anderer Besetzung erneut, die begehrte Trophäe zu gewinnen. Ein schwerer Unfall bei der Sechstagefahrt 1960 im österreichischen Bad Aussee beendete dann seine Karriere.
Busty Wolter bezeichnete die Familie von Zitzewitz einmal als “Enduro Clan”. Bis heute findet sich der Name von Zitzewitz ganz oben in den Ergebnislisten - zunächst waren es die Söhne Bert und Dirk, heute ist es der Enkel Davide, der es ebenfalls zu Meisterehren gebracht hat.
Erinnerungskarte zum Trophy-Sieg in Gottwaldov 1955. Die Mannschaft bestand damals noch aus lediglich fünf Fahrern.
Bei der Sechstagefahrt im mährischen Gottwaldov. Während Kämper und Graf ausfielen, errangen Volker v. Zitzewitz und die drei übrigen Mannschaftskameraden jeweils Goldmedaillen.
1960 bei der Sechstragefahrt in Bad Aussee. Ein Unfall beendete die Karriere von Volker v. Zitzewitz.
Volker von Zitzewitz verstarb 2025 im Alter von 91 Jahren.
© Leo Keller 2026
