Günter Gritzka, der Bastler
Günter Gritzka gehörte zu unseren Niedersachse. Keine Frage, daß der Tüftler Mitte der 1970er Jahre mit dem VW-Händler Jo Schlechte aus Garbsen in Kontakt kam, der in privater Initiative einige Geländemaschinen auf Basis der Hercules W 2000 baute. Parallel zur Entwicklung bei Hercules erhielt Günter Gritzka 1977 eine der Drehkolbenmaschinen. Noch lange erzählte er eine Anekdote, daß ihm einmal der Schalthebel abgebrochen war und er mangels Ersatz die ganze Veranstaltung im dritten Gang zu Ende gefahren sei, was wegen des Drehmoments des Wankel-Motors problemlos möglich war. Am Ende belegte er noch einen der vorderen Plätze.



Nach der Wankel-Episode legte Günter Gritzka Hand an seine Maico und veränderte den Rahmen so, daß sich der Schwingendrehpunkt auf Höhe des Ritzels befand, so daß die Kette immer die gleiche Spannung behielt.

Im Klassik-Geländesport war er noch viele Jahre mit seiner Eigenbau-Hercules mit MZ-Motor am Start, für die damals die Radke-MZ Pate gestanden hatte.


Die von Jo Schlechte auf Basis der Hercules W 2000 gebaute Wankel GS (Bilder oben und links).
Die Gritzka-Konstruktion mit verändertem Schwingendrehpunkt an seiner Maico.
Die Hercules K 103 GS von 1964 mit 150 Kubik MZ-Motor, 2005 in Hamm.
2006 in Dreckenach.
2015 ist Günter Gritzka im Alter von 77 Jahren gestorben.
© Leo Keller 2026
