Karl Knoke
Karl Knoke, Jahrgang 1932, stammte aus Sarstedt und machte seine Lehre bei den dortigen Voss-Werken. Eher durch Zufall kam er zum Geländesport, denn sein Lehrlingsausbilder war Ulrich Pohl, einer der besten Geländesportler der damaligen Zeit. Anfang der 1950er Jahre war Pohl Chefkonstrukteur bei Maico – von daher stammt auch Karls Beziehung zur schwäbischen Marke.
1953 fuhr Karl seine erste Geländefahrt „Rund um Hannover“ praktisch direkt vor seiner Haustür.
Karl Knoke fuhr damals eine recht seriennahe Maico M 175 und empfahl sich durch seine Erfolge und die Beziehungen zu Ulrich Pohl für einige Jahre als Werksfahrer bei Maico. 1956 startete er auf einer 350er Triumph Boss, ebenfalls mit Werksunterstützung, 1968 stieg er auf einen Viertakter um, eine AJS 500. Ab 1978 startete er auf einer Schek-BMW in der großen klasse. 1997 beendete er nach fast einem Vierteljahrhundert die Teilnahme an lizenzpflichen Enduros, wie es mittlerweile hieß.
Seine Liebe zum Motorradfahren wurde auch zum Beruf – 1970 eröffnete er in Laatzen ein Motorradgeschäft, das heute noch besteht und von Sohn und Tochter geführt wird. Dem Geländesport blieb er aber noch lange Jahre treu, gelegentlich war er später noch einige male mit einer Sachs ZX 125 bei Senioren-Cup-Veranstaltungen am Start.





1953 - Beginn der langen Geländesportkarriere auf Maico M 175.
Als 1993 in Isny die erste Klassik-Geländefahrt ausgerichtet wurde, richtete Karl seine alte 175er Maico für den Klassik-Geländesport her und war viele Jahre auf der lindgrünen Maico, aber auch auf seinen anderen Oldtimern, nicht aus der Szene wegzudenken.
2019 verstarb Karl Knoke im Alter von 87 Jahren.
2005 in Dreckenach.
2006 mit der Alten Garde beim Klassik- Weekend im Hoope-Park. V.l. Hans Theis, Karl Knoke, Erich Sander, Bruno Bierschenk, Burchard Lenz.
Ehrenstart bei der Klassik-Geländefahrt Rund um die MZ-Stadt Zschopau. Zu diesem Anlaß hatte Karl extra die rote Lederjacke der früheren Maico- Werksfahrer angezogen.
© Leo Keller 2026
