Wer war eigentlich – Burchard Lenz?

Wer sich mit der Klassik-Szene befasst, dem ist der Name Lenz natürlich ein Begriff. Schon vor sieben Jahrzehnten startete der gebürtige Westpreusse zum ersten mal bei einer Geländefahrt.

Unser Gründungs- und Ehrenmitglied verstarb 2024 im Alter von 88 Jahren.

Geboren im September 1935 im damaligen Westpreussen flüchtete er vor der anrückenden Roten Armee ins heutige Thüringen. 1953 bekam er über die GST Kontakt zum Geländesport, später zog er wegen der Arbeitsstelle von Thüringen nach Niedersachsen, wo er in die neugegründete Bundeswehr eintrat und dort auf seine große Motorradliebe, die Nato-Maico, traf, mit der er viele Jahre erfolgreich in der Behördenklasse im Geländesport teilnahm.

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Erste Kontakte zum Geländesport: 1953 bei der GST in Nordhausen.

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Auf Nato-Maico bei der Weser-Diemel-Geländefahrt 1963 Karlshafen.

Das war natürlich auch der Industrie nicht verborgen geblieben und so kam es, daß Burchard und seine Munsteraner Kameraden Heino Büse und Ruprecht Lammers Prototypen der Zweirad Union, von Hercules und auch Maico zur Verfügung gestellt bekamen.1966 hätte ein Sturz fast den ersten großen Erfolg verhindert. Zur Zweitagefahrt in Isny reiste die Bundeswehrmannschaft als Führende in der Clubmeisterschaft an, aber Lenz stürzte am Ende des ersten Tages und brach sich das Schlüsselbein. Er schaffte es aber noch, sich strafpunktfrei ins Ziel zu retten. In gleicher Besetzung wurde das Team bei der Sechstagefahrt in Karskoga ebenfalls beste Clubmannschaft.

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Mit gebrochenem Schlüsselbein zur Mannschaftsmeisterschaft 1966. V.l. Rupprecht Lammers, Burchard Lenz und Heino Büse.

Später wurde er fünfmal Gewinner des OMK Seniorencup und dreimal Gewinner des IGE-Cups für Fahrer über 60, bevor er in den 1990er Jahren die Liebe zum Klassik-Geländesport entdeckte, natürlich auf Nato-Maico oder Hercules.

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Auf Punktejagd für den Hercules-Sportpokal: 1973 auf Hercules Military im Schlamm der Rheinlandfahrt.

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1976 Gewinner des ersten OMK-Seniorencups auf Hercules GS 175.

Dls in Isny der Klassik-Sport „erfunden“ wurde, war er viele Jahre regelmäßiger Starter auf seiner Maico und seiner Bundeswehr-Hercules. Auch gehörte er zur treibenden Kraft der “Ehrenrunde” beim DM-Lauf in Burg, wo historische Geländemaschinen eine Runde auf der DM-Strecke drehen durften.

Auch in den USA ist Burchard kein Unbekannter. Zusammen mit seinem Freund Helmut Clasen startete er dort einige male beim ISDT Reunion Ride - über die packenden Zweikämpfe der beiden Oldies erzählen die Amerikaner, die dabei waren, noch heute.

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Rad an Rad mit Helmut Clasen beim Reunion Ride 2005 in den Arkansas..

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Bei der Allgäu-Klassik in Isny auf Maico.

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